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Alice Schnelligkeit
Andrea Kdolsky
November 2nd, 1962 - September 30th, 2026
November 2nd, 1962 - September 30th, 2026
Hoffnung muss stärker sein als Angst.
Andrea Kdolsky, geborene Pelucha, wurde am 2. November 1962 in Wien geboren und wuchs in der österreichischen Hauptstadt auf. Sie war eine Frau mit Ecken und Kanten – ausgesprochen direkt, unerschrocken und zutiefst leidenschaftlich für das Wohl jener Menschen, die allzu oft übersehen wurden. Ihr Lebensweg führte sie durch Medizin, Politik, Management und schließlich in einen persönlichen Kampf, den sie mit außerordentlichem Mut und ungebrochenem Optimismus bestritt.
Nach ersten Studien in Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaft an der Universität Wien entschied sie sich für die Medizin und schloss 1993 ihr Doktorat der Medizin ab. Die praktische Ausbildung absolvierte sie am Krankenhaus Eggenburg – einem kleinen Haus mit wenig Technik, das ihr die Essenz klinischer Medizin lehrte. Anschließend spezialisierte sie sich an der Universitätsklinik für Anästhesiologie am AKH Wien und erwarb Facharzttitel in Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. Ergänzend bildete sie sich an der WU Wien in Krankenhausmanagement und Gesundheitsökonomie sowie am WIFI Wien in prozessorientiertem Qualitätsmanagement weiter.
Von Januar 2007 bis Dezember 2008 war Kdolsky Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Jugend im Kabinett Gusenbauer – die sichtbarste Phase ihrer politischen Laufbahn. In hohen Absätzen, die zu ihrem Markenzeichen wurden, trat sie unbequeme Wahrheiten über das österreichische Gesundheitssystem offen an. Davor leitete sie als Ärztliche Direktorin die NÖ Landeskliniken-Holding. Nach dem Ministeramt war sie jahrelang als Gesundheitsconsultantin und Autorin tätig.
Im März 2023 verließ sie die ÖVP aus Überzeugung und trat den NEOS bei, für die sie 2024 das Gesundheits- und Pflegepaket in Koalitionsverhandlungen ausverhandelte. Im selben Jahr erhielt sie die Diagnose Darmkrebs; wenig später kam ein Hirntumor hinzu. Statt sich zurückzuziehen, machte sie ihre Erkrankung öffentlich, gründete Österreichs erstes Maggie's Centre in Oberwart und schrieb das Buch „Blumen in der Wüste", in dem sie über das Schöne in schweren Zeiten erzählt.
Andrea Kdolsky starb am 30. September 2026 im Alter von 63 Jahren. Sie hinterlässt ein Lebenswerk, das weit über Gesetze und Ministerämter hinausgeht: die Überzeugung, dass Hoffnung stärker sein muss als Angst.
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