Erni Mangold

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James Celerità

Erni Mangold

26 de enero de 1927 - 5 de octubre de 2026

26 de enero de 1927 - 5 de octubre de 2026

Memorial

Recuerdos

Das Wegsein macht mir keine Probleme, weil ich an den irdischen Gütern nicht hänge.

Ernestine Mangold, geboren als Erna Goldmann am 26. Januar 1927 in Großweikersdorf, Niederösterreich, war eine österreichische Schauspielerin und Regisseurin, die über sieben Jahrzehnte hinweg zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschsprachigen Theaters, des Films und des Fernsehens zählte. Sie bezeichnete sich selbst gern als „Theatertier" – und kaum ein Begriff hätte sie besser beschrieben. Aufgewachsen in einer künstlerischen Familie – ihr Vater war Maler und Lehrer, ihre Mutter eine begabte Pianistin, die ihre Konzertkarriere für die Familie aufgegeben hatte – erhielt Erni ab dem vierten Lebensjahr Klavierunterricht. Mit fünfzehn begann sie ihre Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss in Wien. 1946 gab sie ihr Bühnendebüt am Theater in der Josefstadt, wo sie rasch zum Publikumsliebling wurde. Von 1955 bis 1963 arbeitete sie unter dem legendären Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg – eine Begegnung, die ihre künstlerische Haltung für immer prägte. Es folgten Jahre am Düsseldorfer Schauspielhaus und Gastspiele an zahllosen deutschsprachigen Bühnen. Parallel dazu umfasste ihr Film- und Fernsehschaffen mehr als 140 Produktionen: von ihrem Leinwanddebüt 1948 bis zu ihrer jüngsten Arbeit im Jahr 2020. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie u. a. durch ihre Rolle als Wahrsagerin in Richard Linklaters gefeiertem Film „Before Sunrise" (1995) sowie den Österreichischen Filmpreis 2015 als beste Hauptdarstellerin für „Der letzte Tanz". Ab 1974 lehrte Mangold an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; von 1984 bis 1995 als ordentliche Professorin. Zu ihren Studierenden zählte Christoph Waltz. Ihre Lehrhaltung war kompromisslos: Wahrheit vor allem. Erni Mangold war auch eine mutige Stimme gegen Faschismus und Diskriminierung. In ihrer offenen Autobiografie „Lassen Sie mich in Ruhe" (2011) schilderte sie unverblümt sexuelle Übergriffe in der Unterhaltungsbranche – Jahrzehnte bevor dies gesellschaftlich zum Thema wurde. Im Dezember 2017 gab sie mit 90 Jahren ihre letzte Bühnenvorstellung als Maude in „Harold und Maude" in den Wiener Kammerspielen – und erntete stehende Ovationen. Sie blieb bis zuletzt unerschrocken, direkt und voller Energie. Erni Mangold starb am 5. Oktober 2026 im Alter von 99 Jahren. Sie hinterlässt ein unvergängliches Erbe auf den Bühnen und Leinwänden Österreichs und weit darüber hinaus.

Homenajes

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Kurier

Sie war eine Unbeugsame, eine Unbequeme - und eine Wundervolle.

Publicado el 6 de octubre de 2026
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Alexander Van der Bellen

Österreich verliert mit Erni Mangold einen unverwechselbaren Charakter und eine starke, selbstbestimmte Frau.

Publicado el 6 de octubre de 2026
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Christian Stocker

Mit Erni Mangold verlieren wir eine der größten Persönlichkeiten der österreichischen Kulturgeschichte.

Publicado el 6 de octubre de 2026
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Michael Schottenberg

Sie war unerbittlich, sie war sehr streng. Sie war vor allem auf Wahrheit bedacht. Alles, was wir bei anderen Lehrern lernten – uns zu verstellen, Rollen zu spielen –, war bei ihr verboten.

Publicado el 6 de octubre de 2026
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AB

Alexander Van der Bellen

Erni Mangold war so vieles, Schauspielerin im Theater und im Film, Lehrerin und Vorbild – und auf unerklärliche Weise war sie immer jung, voller Energie, neugierig und geradlinig.

Publicado el 6 de octubre de 2026
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